Was es bedeutet
Trotzkopf nennt man jemanden, der stur wie ein klemmendes Einkaufswagenrad ist und aus Prinzip erstmal dagegenhält. Da kommt reflexartig ein Nein, obwohl die Frage noch nicht mal fertig ist. Passt zur Trotzphase bei Kids, wird aber auch Erwachsenen an den Kopf geworfen, wenn sie aus Trotz blockieren, schmollen und sich keinen Millimeter bewegen. Klingt harmlos, sitzt aber.
Verwendungsbeispiele
"Kommst du mit ins Kino? Nee, heute nicht. Fünf Minuten später sitzt er doch im Auto und schmollt: War klar, du Trotzkopf."
"Mein Sohn ist ein kleiner Trotzkopf, sagt zu allem erstmal nein, selbst zu seinem Lieblingsessen."
"Sei nicht so ein Trotzkopf und nimm die Hilfe an, du musst nicht alles allein durchboxen."
"Jetzt stell dich nicht als Trotzkopf hin, nur weil du nicht die Idee hattest."
"Sie war erst voll auf Nein gepolt, einfach Trotzkopf-Modus, und zehn Minuten später macht sie's doch."
Woher es kommt
Das Wort ist alt und ziemlich durchsichtig gebaut: aus Trotz plus Kopf. Gemeint ist also jemand, dessen Kopf auf stur schaltet, oft aus Widerstand oder beleidigtem Eigensinn. Belegt ist es im Deutschen schon länger als Alltagswort für störrische Kinder und genauso für Erwachsene, die bockig dichtmachen.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
Weber stiller Stimmen Offizieller Wächter dieses Ausdrucks
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