Was es bedeutet
Trittbrettfahrer ist der Typ, der erst auftaucht, wenn’s schon läuft, und dann so tut, als hätte er den Laden angeschoben. Im Büro, in der Schule oder im Verein hängt er sich an die Arbeit der anderen, kassiert Applaus und stellt sich beim Foto ganz nach vorn. Bild kommt vom Mitfahren auf dem Trittbrett, ohne selbst zu ziehen.
Verwendungsbeispiele
"Alle haben am Konzept geschraubt, Tim hat nur genickt. Beim Pitch hängt er sich ans Mikro und kassiert das Lob: Trittbrettfahrer."
"Im Hamburger Start-up war Kevin der klassische Trittbrettfahrer im Quartalsbericht, drei Slides geschrieben, dreißig Slides präsentiert, und auf der Weihnachtsfeier hat er den Erfolg dem Vorstand erzählt."
"Bei der Studienarbeit in Münster hat Lisa wochenlang recherchiert und der Trittbrettfahrer Marc ist erst zwei Tage vor der Abgabe aufgetaucht, hat ein Bier mitgebracht und seinen Namen oben aufs Deckblatt geschrieben."
"Kaum war der Track viral, kam er aus dem Gebüsch und meinte, er hätte das alles von Anfang an gesehen. Bruder, red nicht so geschniegelt, du bist doch nur Trittbrettfahrer."
"Wir haben die Nachtschicht gebuckelt und Jana saß still in der Ecke. Als der Chef Lob verteilt hat, stand sie plötzlich vorne wie die Glitzerkönigin vom Projekt. Richtiger Trittbrettfahrer-Move."
Woher es kommt
Das Wort kommt aus der Frühzeit von Straßenbahn und Eisenbahn. Ein Trittbrettfahrer stand oder fuhr außen auf dem Trittbrett mit, ohne regulär mitzufahren oder selbst was beizutragen. Daraus wurde im übertragenen Sinn jemand, der sich an fremden Erfolg dranhängt und den Nutzen einsackt.
Andere Arten, es zu sagen
Dieser Ausdruck erscheint auch in