Was es bedeutet
Der feste Tisch in der Kneipe, der praktisch für die immer gleiche Truppe reserviert ist. Da sitzen Stammgäste, kippen ihr Bier, lästern über den Ort und lösen nebenbei die Weltpolitik in drei Sätzen. Oft gibt’s feste Tage, feste Plätze, feste Meinungen und manchmal sogar ein Schildchen am Tisch. Kann gemütlich sein, kann aber auch hart nach Stammtischparole klingen.
Verwendungsbeispiele
"Donnerstag, 19 Uhr: Kalle knallt das Pils auf den Tisch und nickt nur. Stammtisch. Platz ist heilig, sonst gibt’s Ärger statt Nachschub."
"Jeden Donnerstag trifft sich der Stammtisch im Wirtshaus, dieselben sechs Männer, dasselbe Eck, dieselben Diskussionen seit zwanzig Jahren."
"Am Stammtisch wird die halbe Welt erklärt und am Ende zahlt trotzdem jeder brav seine eigene Runde."
"Wenn der Neue sich einfach an den Stammtisch pflanzt, gucken erst mal sechs Köpfe hoch, als hätte er gerade im Dorfbrunnen gebadet."
"Am Stammtisch wird erst über den Trainer gemeckert, dann über den Bürgermeister und zum Schluss bestellt einer dieselbe Runde wie seit 1998."
Woher es kommt
Stammtisch ist ein altes, ganz wörtliches deutsches Wort. Gemeint war zuerst der feste Tisch für die Stammgäste im Wirtshaus, oft sogar offiziell reserviert oder markiert. Später wurde daraus nicht nur der Platz selbst, sondern auch die Runde, die regelmäßig dort sitzt und ihr eigenes kleines Ritual mitbringt.
Dieser Ausdruck erscheint auch in