Was es bedeutet
Heißt: eine maßlos übertriebene Geschichte, die mit jeder Runde größer wird. Der Name kommt vom Bild, dass Seemänner auf langen Fahrten Garn spinnen und dabei Schauergeschichten auftischen. Du hörst auch Seemannsgarn spinnen, wenn jemand ordentlich aufschneidet, um Staunen oder Applaus zu kassieren. Kann nerven, ist aber oft ziemlich unterhaltsam am Ende.
Verwendungsbeispiele
"In der Kneipe erzählt er, er habe nen Wels gefangen, größer als ein Einkaufswagen. Ich sag: Lass gut sein, das ist Seemannsgarn."
"Opas Geschichte vom Fisch so groß wie ein Boot ist reinstes Seemannsgarn."
"Glaub ihm nicht alles, der spinnt gern ein bisschen Seemannsgarn."
"Klar, und dann hast du noch mit bloßen Händen den Motor repariert. Junge, das ist doch pures Seemannsgarn."
"Wenn Timo nach dem dritten Bier loslegt, kommt wieder Seemannsgarn deluxe aus ihm raus."
Woher es kommt
Das Wort ist seit dem 19. Jahrhundert belegt und hängt fest an der Redensart Seemannsgarn spinnen. Gemeint sind ausgeschmückte, oft halb erfundene Geschichten von Seeleuten. Garn ist dabei bildlich der Erzählfaden, den man immer weiter auszieht, bis aus einem kleinen Erlebnis plötzlich ein Monsterabenteuer wird.
Andere Arten, es zu sagen
Dieser Ausdruck erscheint auch in