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Was es bedeutet

Eine Räuberpistole ist eine völlig übertriebene, unglaubwürdige Geschichte voller Abenteuer, Schurken und haarsträubender Wendungen, wie aus einem billigen Räuberroman. Man erzählt eine Räuberpistole, um anzugeben oder sich aus etwas herauszureden, und alle ahnen schon, dass kaum ein Wort davon stimmt. Verwandt mit dem Seemannsgarn, nur an Land.

Verwendungsbeispiele

"Statt einfach zu sagen, dass er verschlafen hat, tischte er uns eine ganze Räuberpistole auf."
"Seine Ausrede war eine Räuberpistole, an die nicht mal ein Kind geglaubt hätte."
"Seine Geschichte vom Bären im Garten war eine reine Räuberpistole, kein Wort davon stimmte."
"Erzähl mir keine Räuberpistole, ich will einfach wissen, warum du zu spät gekommen bist."
"Komm, spar dir die Räuberpistole mit dem platten Reifen, du hattest einfach keinen Bock."
Tonfall
Ironisch Witzig Übertrieben
Wo man es sagt

Woher es kommt

Das Wort kommt aus dem 19. Jahrhundert. Gemeint waren erst reißerische, billige Abenteuerhefte und Groschenromane mit Räubern, wilden Wendungen und viel Drama. Von dort ist Räuberpistole ins Alltagsdeutsch gerutscht und meint heute jede dick aufgetragene Story, die mehr Kino als Wahrheit hat.

Andere Arten, es zu sagen

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