Was es bedeutet
Ein Kraftakt ist was, das dich richtig Substanz kostet. Nicht bisschen Arbeit und weiter, sondern so ein Ding, bei dem Kopf, Nerven und Körper gleichzeitig Überstunden schieben. Sagt man, wenn etwas nur mit viel Beißen, Schleppen oder Durchhalten geklappt hat und man danach erstmal komplett leer ist.
Verwendungsbeispiele
"Deadline morgen früh, der Drucker frisst Papier und Teams hängt. Ich sitz um halb drei noch dran, Augen viereckig. Fertig geworden, war aber ein Kraftakt."
"Den Umzug an einem Tag zu schaffen war ein echter Kraftakt, abends waren wir platt."
"Die Reform durchzubringen war ein politischer Kraftakt über Monate."
"Die Küche ohne Aufzug in den fünften Stock zu tragen, war so ein Kraftakt, danach hat keiner mehr groß geredet."
"Diese Präsentation in einer Nacht noch zu retten war ein kompletter Kraftakt, aber irgendwie steht das Ding jetzt."
Woher es kommt
Das Wort ist im Standarddeutschen schon länger fest drin und setzt sich schlicht aus Kraft und Akt zusammen. Gemeint ist also ein Vorgang, für den spürbar Kraft nötig ist. Erst körperlich gedacht, heute auch für mentale, organisatorische oder politische Mammutnummern benutzt.
Dieser Ausdruck erscheint auch in