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Was es bedeutet

Meint einen Streit, der komplett entgleist: Statt normal zu diskutieren, wird nur noch Dreck geworfen, also Vorwürfe, Unterstellungen und alte Kamellen. Der Ausdruck kommt vom Bild, dass am Ende alle im Schlamm stehen. Passiert gern in Politik, bei Trennungen oder wenn im Verein das Drama eskaliert. Sieger gibt’s selten, nur Flecken.

Verwendungsbeispiele

"Im Wahlkampf wurde aus jedem Interview ’ne Schlammschlacht: einer droppt Gerüchte, der nächste kontert mit Screenshots, und am Ende sind alle nur noch eingesaut."
"Die Diskussion über den Zaun ist in eine richtige Schlammschlacht ausgeartet, jetzt grüßen sich die Nachbarn nicht mehr."
"Die Scheidung von den beiden ist komplett zur Schlammschlacht geworden, plötzlich packt jeder alte Geschichten aus und keiner gönnt dem andern noch einen sauberen Meter."
"Eigentlich ging's nur um die Vereinskasse, aber dann wurde im Chat so eine Schlammschlacht draus, dass sogar Leute mitgemischt haben, die gar nichts damit zu tun hatten."
"Was da nach dem Vereinsabend auf Facebook abging, war keine Diskussion mehr, das war schon volle Schlammschlacht mit alten Rechnungen aus der Steinzeit."
Tonfall
Ironisch Abwertend Übertrieben
Wo man es sagt

Woher es kommt

"Schlammschlacht" ist ein durchsichtiges deutsches Kompositum aus "Schlamm" und "Schlacht". Erst steckt da nur das Bild drin: ein Kampf, bei dem alle dreckig rausgehen. Seit dem 20. Jahrhundert steht es dann fest für eine besonders schmutzige öffentliche Auseinandersetzung mit Angriffen unter der Gürtellinie, Rufschaden und viel Nachtreten.

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