Was es bedeutet
Klassischer Abwürge-Spruch für: Vergiss es, nix da, daraus wird nichts. Du nutzt ihn, wenn jemand groß ankündigt oder Hoffnung hat und du die Nummer mit einem Wort platzen lässt, genervt oder auch ein bisschen schadenfroh. Der „Kuchen“ ist reine Bildsprache, eher wie ein Luftkuchen: viel Erwartung, null Substanz. Funktioniert auch allein als Antwort.
Verwendungsbeispiele
"Ich: Heute macht der Chef bestimmt früher Feierabend. Kollege: Pustekuchen, der sitzt schon am dritten Kaffee und schiebt noch ein Meeting rein."
"Du dachtest, das wird einfach? Pustekuchen, das dauert ewig!"
"Ich wollte ausschlafen, aber Pustekuchen, um sechs klingelte das Telefon."
"Er meinte erst noch, wir kommen ohne Kontrolle rein. Pustekuchen, der Türsteher hat uns schon von weitem aussortiert."
"Ich dachte, die Bahn hat heute mal keinen Stress. Pustekuchen, erst fünf Minuten warten und dann fällt sie ganz aus."
Woher es kommt
Der Ausdruck geht auf das jiddische Wort Puste-/Poschutkuchen zurück, das schon im 19. Jahrhundert im Berliner Raum als spöttische Absage unterwegs war. Das Kuchenbild meint keinen echten Kuchen, sondern eher heiße Luft mit Zuckerglasur oben drauf. Große Hoffnung, null Lieferung. So wurde daraus im Deutschen ein knackiges Wort für: Vergiss es.
Dieser Ausdruck erscheint auch in