Was es bedeutet
Die Party kurz vor der Hochzeit, bei der man extra Krach macht und altes Geschirr zerdeppert, weil Scherben Glück bringen sollen und der Lärm alles Miese vertreibt. Wichtig: Meist Porzellan oder Keramik, kein Glas, das gilt eher als schlechtes Omen. Danach wird zusammen gekehrt, wie ein kleiner Stresstest fürs gemeinsame Leben. Laut, chaotisch, ziemlich deutsch.
Verwendungsbeispiele
"Morgen ist Polterabend bei den Meiers, also bring zwei alte Teller mit. Dann scheppert’s ordentlich, die Nachbarn rollen die Augen und wir fegen zusammen."
"Beim Polterabend haben wir kistenweise altes Geschirr zerschmettert, der Hof sah danach aus wie ein Schlachtfeld."
"Bring zum Polterabend nur Porzellan mit, kein Glas und keinen Spiegel, das bringt nämlich Unglück."
"Wir sind erst auf dem Polterabend und morgen wird dann geschniegelt geheiratet, heute fliegt noch das alte Geschirr durch den Hof."
"Der Polterabend war völlig wild, überall Scherben, alle hatten gute Laune und das Paar stand am Ende zusammen mit dem Besen da."
Woher es kommt
Polterabend ist ein altes deutsches Wort für den Abend vor der Hochzeit. Poltern heißt schlicht laut rumpeln und Krach machen. Der Brauch hängt mit der Vorstellung zusammen, dass Lärm Unheil und böse Geister vertreibt. Das Zerschlagen von Porzellan wurde dann zum festen Ritual und das gemeinsame Fegen gleich mit.
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