Was es bedeutet
Plörre nennt man ein dünnes, mieses Gesöff, das nach gar nichts schmeckt, aber dir trotzdem den Geldbeutel beleidigt. Meist ist damit Kaffee gemeint, der eher wie braunes Wasser mit Enttäuschung wirkt. Das Wort klappt aber genauso bei schalem Bier oder jedem lieblos zusammengepanschten Drink. Wenn jemand Plörre sagt, ist die Laune meist schon im Keller.
Verwendungsbeispiele
"Im Büro: Wer hat den Kaffee gekocht? Ich. Alter, das ist kein Kaffee, das ist Plörre. Da hilft nur noch Zucker, Milch und Hoffnung."
"Der Kaffee aus dem Automaten ist eine echte Plörre, kaum zu trinken."
"Nenn das Bier, diese laue Plörre will ich nicht."
"Der Kaffee an der Tanke war so eine Plörre, ich war danach nicht wach, nur beleidigt."
"Kipp die Plörre weg und mach neu, das kannste ja keinem Menschen vorsetzen."
Woher es kommt
Plörre ist ein altes umgangssprachliches Wort, das vor allem im norddeutschen Raum länger unterwegs ist. Es wirkt lautmalerisch und passt klanglich perfekt zu dünner, schlapper Brühe im Becher. Gemeint ist fast immer ein Getränk von trauriger Qualität, besonders Kaffee, der mehr nach Abwaschwasser als nach Wachmacher schmeckt.
Andere Arten, es zu sagen
Dieser Ausdruck erscheint auch in