Was es bedeutet
Heißt: jemand vom Land, der in der Großstadt manchmal ein bisschen naiv, überfordert oder einfach herrlich beeindruckt wirkt. Wird gern zum Necken benutzt, kann also leicht abwertend klingen, ist aber oft auch liebevoll gemeint, gerade wenn man sich selbst so nennt. Typische Szene: Ticketautomat, Rolltreppe, U-Bahn und alles wirkt wie Hightech-Zauberei.
Verwendungsbeispiele
"Im Bahnhof glotzt er den Fahrkartenautomaten an wie Zauberei: Ich bin echt ein Landei, aufm Dorf reicht halt der Dorfladen und gut."
"Als Landei war ich in der Großstadt anfangs von allem überfordert."
"Sie ist ein echtes Landei und fühlt sich nur zwischen Feldern und Tieren wohl."
"Im Büro hat er erst mal die Kaffeemaschine gesiezt und meinte dann selber lachend, sorry Leute, ich bin halt voll das Landei."
"Als wir in Berlin umsteigen mussten, stand ich vor dem U-Bahn-Plan wie bestellt und nicht abgeholt. Komplettes Landei-Feeling."
Woher es kommt
Landei ist im Deutschen schon lange belegt. Wörtlich meint es erst mal ein Ei vom Land. Daraus wurde dann spöttisch eine Bezeichnung für Menschen, die als ländlich, unbeholfen oder provinziell wahrgenommen werden. Daher kommt bis heute dieser Mischklang aus neckisch, liebevoll und leicht abwertend.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
Laubkehrer der kleinen Streiche Offizieller Wächter dieses Ausdrucks
Sag schon, was hast du für mich?