Was es bedeutet
Jemand, der sich nicht entscheiden kann oder alles nur halbherzig macht. S'isch en Heiri heißt: Der bringt nix auf die Reihe, der redet viel und tut wenig. Kommt vom Vornamen Heinrich, was die Sache noch lustiger macht. Wird auch als Schrüübä-Heiri, Chnüttler-Heiri oder mit anderen Vorsilben kombiniert, um die Unzulänglichkeit genauer zu beschreiben.
Verwendungsbeispiele
"De Marcel isch en richtige Heiri, dä het scho dreimal gseit er chunnt, und jedes Mal isch öppis dezwüsche cho. Glaub dem gar nüt meh."
"De Sepp am Stammtisch in Luzern isch en richtige Heiri, säget er chunnt am Sunntig zum Brunch und mr warted bis halb elfi, und denn isch e SMS cho mit Es tuet mer Leid, hüt nöd."
"Mei Nochbär in Aarau isch en Schrüübä-Heiri, er hät verspreche mir Reparatur vom Velo am Wuchenänd, drü Wuche speter staht s Velo immer no im Keller und d Räder hänged a der Wand."
"Lueg dä Heiri aa, sit ere Stund schwätzt er vom grosse Plan und am Schluss hät er nöd emal de Laptop ufklappt."
"Mit em Rolf öppis abmache isch immer es Lotto, dä Heiri seid hütt ja, morn nei und übermorn weiss er sälber nümm, was er wott."
Woher es kommt
Heiri ist die schweizerdeutsche Kurzform von Heinrich, ein Vorname, der sich im Volksmund zum Schimpfwort für unentschlossene oder ungeschickte Männer entwickelt hat. Die Geschichte des Spotts mit Vornamen ist alt: erst klingt es harmlos, dann landet es in zusammengesetzten Wörtern wie Schrüübä-Heiri und beschreibt ein bestimmtes männliches Stolpern durchs Leben.
Dieser Ausdruck erscheint auch in