Was es bedeutet
Bienenfleiß heißt, dass jemand richtig konstant reinhaut und ohne großes Gejammer eins nach dem andern wegschafft. Das ist ein warmes Lob für Disziplin, Ausdauer und Verlässlichkeit, oft bei Schule, Arbeit oder auch daheim. Klingt leicht brav, aber genau dieses geschniegelt-nette macht den Ausdruck so freundlich anerkennend.
Verwendungsbeispiele
"Sie hat mit Bienenfleiß das Referat runtergerockt, danach noch Schicht im Café gemacht und trotzdem den Kurs geschafft. Ich? Mein Fleiß stirbt am Snackregal."
"Mit Bienenfleiß hat sie das ganze Lager allein umgeräumt, während wir noch überlegt haben, wo wir anfangen sollen."
"Die hat den Umzug mit so einem Bienenfleiß durchgezogen, ich war noch beim ersten Karton und sie schon halb in der neuen Wohnung."
"Respekt, Bruder, mit deinem Bienenfleiß hätt ich die Schicht nie so sauber fertiggekriegt."
"Ohne Witz, die zieht seit Tagen mit Bienenfleiß durch und hat die ganze Projektkarre fast allein ins Ziel geschoben."
Woher es kommt
Bienenfleiß ist ein festes deutsches Wort aus Biene und Fleiß. Dahinter steckt das alte Bild von der Biene als rastloses, ordentliches Arbeitstier. Der Ausdruck ist seit langem im Standarddeutschen zuhause und wird bis heute als freundliches Lob für ausdauerndes, zuverlässiges Ackern benutzt.