Was es bedeutet
Heißt im Klartext: Schluss jetzt, Feierabend, Ruhe im Karton. Kommt aus dem Militär, wo der Zapfenstreich das Signal war, dass beim Wirt der Zapfhahn zu bleibt und alle zurück in die Unterkunft wackeln. Heute nutzen es Eltern, Wirte oder andere Ordnungsliebhaber, wenn’s ihnen zu bunt wird. Klingt amtlich, ist aber oft nur ein strenger Hinweis.
Verwendungsbeispiele
"Aufm Campingplatz klimpert einer um Mitternacht noch Wonderwall, Platzwart brüllt: Zapfenstreich! Wir: Nur ein Song. Er: Einer noch, dann Licht aus."
"Um zehn ist Zapfenstreich, dann gehen bei uns die Lichter aus."
"Nach dem dritten Bier rief der Wirt den Zapfenstreich aus."
"Ey, jetzt ist hier Zapfenstreich, morgen ist auch noch ein Tag, also Box aus und ab dafür."
"Bei Oma war nach der Tagesschau praktisch Zapfenstreich, wer dann noch laut war, hat den Donnerblick des Jahrhunderts kassiert."
Woher es kommt
Der Begriff kommt wirklich aus dem Militär. Gemeint war das abendliche Signal, nach dem in der Schänke nichts mehr ausgeschenkt wurde. Dazu wurde der Zapfen ins Fass geschlagen, also dichtgemacht. Später wurde Zapfenstreich ganz allgemein zum Ruf für Schluss, Ruhe und Ende Gelände.