Was es bedeutet

Ein Umstandskrämer macht aus der simpelsten Sache ein kleines Verwaltungsprojekt. Statt einfach loszulegen, wird erst mal geplant, geprüft, abgewogen und noch eine Extra-Runde diskutiert, bis alle anderen schon die Augen verdrehen. Meist sagt man das spöttisch über Leute, die Regeln, Listen und Absicherungen lieben, auch wenn’s nur um totalen Alltagskram geht.

Verwendungsbeispiele

"Wir wollen nur kurz zum Kiosk, und Kevin holt erstmal ’ne Liste raus, checkt Maps, zählt Kleingeld und macht ’nen Sicherheitsknoten. Alter, du Umstandskrämer."
"Sei kein Umstandskrämer und pack einfach den Koffer, wir fahren nur übers Wochenende."
"Bei ihm wird jede Bestellung zur Doktorarbeit, ein echter Umstandskrämer."
"Wegen zwei Schrauben macht der erst Termin, Werkzeugcheck und Lagebesprechung. Was ein Umstandskrämer, ey."
"Frag ihn bloß nicht nach einer einfachen Lösung, der baut dir aus Toast schmieren noch ein Behördenverfahren. Richtiger Umstandskrämer."
Tonfall
Ironisch Witzig Abwertend

Woher es kommt

Umstandskrämer ist ein älteres deutsches Spottwort. Es setzt sich aus Umstand im Sinn von unnötiger Umständlichkeit und Krämer zusammen, also dem Bild vom kleinlich hantierenden Händler. Gemeint ist deshalb jemand, der an Nebensachen herumfummelt, alles zerredet und aus einfachen Sachen ein nerviges Gedöns macht.

Andere Arten, es zu sagen

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