Was es bedeutet
Sternstunde ist der Moment, wo jemand über sich hinauswächst und einfach alles sitzt: Auftritt, Spielzug, Rede, egal. Nicht nur gut, sondern so gut, dass danach alle wissen: Das erzählen wir noch nächste Woche. Der Ausdruck klingt feierlich und wurde durch Stefan Zweigs Buch Sternstunden der Menschheit richtig bekannt, wird heute aber auch locker im Alltag rausgehauen.
Verwendungsbeispiele
"Im Finale döst er ewig rum, dann haut er in fünf Minuten zwei Buden rein. Trainer rastet aus, Oma flennt, Nachbar klatscht: Alter, Sternstunde!"
"Sein letztes Konzert war eine echte Sternstunde."
"Die Rede war die Sternstunde ihrer ganzen Karriere."
"Ey, was die da in der Verlängerung abgezogen hat, war komplette Sternstunde. Auf einmal ging einfach alles rein."
"Normal arbeitet der eher still im Hintergrund, aber gestern bei der Präsentation hatte der seine absolute Sternstunde."
Woher es kommt
Das Wort kommt aus älterem Deutsch und hing erst an der Astrologie. Gemeint war die Stunde, in der die Sterne günstig stehen und etwas unter gutem Vorzeichen passiert. Richtig bekannt im breiten Sprachgebrauch wurde es dann auch durch Stefan Zweigs Titel Sternstunden der Menschheit.
Dieser Ausdruck erscheint auch in