Was es bedeutet
Nennt man eine knallrote, oft knollige Nase, bei der sofort der Verdacht mitschwingt: zu viel Hochprozentiges. Ist ein altes Kneipenbild, wird meist spöttisch, manchmal auch besorgt gesagt, wenn jemand aussieht, als hätte er gestern den Tresen umarmt. Kann natürlich auch Kälte oder Hautkram sein, aber das Vorurteil sitzt. Damit sollte man nicht gleich Leute abstempeln.
Verwendungsbeispiele
"Er kommt rein, draußen minus fünf, und die Nase glüht wie ein Bremslicht. Er schwört: nur Kälte. Wir grinsen: na klar, Schnapsnase."
"Mit seiner roten Schnapsnase sah man ihm den geselligen Abend deutlich an."
"Der alte Wirt war selbst die größte Schnapsnase im ganzen Dorf."
"Guck dir den Kerl an, rote Rübe, rote Nase, völlig auf Theke gepolt. Der Wirt meinte nur: Unsere alte Schnapsnase ist wieder da."
"Jetzt tu nicht so unschuldig, mit der roten Schnapsnase glaubt dir doch keiner, dass es bei einem Bier geblieben ist."
Woher es kommt
Das Wort ist alt und ziemlich durchsichtig gebaut: aus Schnaps und Nase. Gemeint ist die rote, oft knollige Nase, die man im Volksmund seit Langem mit starkem Alkoholkonsum verbindet. Später wurde Schnapsnase dann auch direkt als spöttischer Name für einen vermeintlichen oder echten Trinker benutzt.