Was es bedeutet
Schimpftirade ist kein kurzer Anschiss, sondern die XXL-Ladung Gemecker mit Dauerfeuer. Da legt jemand wütend los, redet sich in Rage und hört gefühlt erst wieder auf, wenn alle im Raum innerlich Staub angesetzt haben. Typisch von Eltern, Chef, Lehrer oder Trainer, wenn du richtig reingeschissen hast.
Verwendungsbeispiele
"Nach dem 0:4 hat der Trainer eine Schimpftirade abgelassen, zehn Minuten Dauerfeuer. Wir standen geschniegelt da, haben genickt und gehofft, dass er endlich Luft holt."
"Der Chef hat eine zwanzigminütige Schimpftirade losgelassen, weil der Bericht zwei Stunden zu spät kam."
"Meine Mutter hatte eine Schimpftirade auf Lager, als sie die Pizzaschachteln im Kinderzimmer entdeckte."
"Als wir den Wagen vom Vater mit leerem Tank zurückgebracht haben, kam direkt die Schimpftirade des Todes, komplett ohne Werbepause."
"Die Lehrerin hat wegen dem geklauten Feueralarmknopf so eine Schimpftirade hingelegt, da war die große Pause schon halb vorbei."
Woher es kommt
Schimpftirade ist sauber gebautes Deutsch aus Schimpf und Tirade. Tirade kam im 18. Jahrhundert über das Französische ins Deutsche und meinte schon eine lange, pathetische oder ausufernde Rede. Mit Schimpf davor wird klar, worum's geht: kein kurzer Anpfiff, sondern ein längerer Redeschwall voller Vorwürfe.
Dieser Ausdruck erscheint auch in