Was es bedeutet
Reibach machen heißt, aus einer Sache ordentlich Profit rauszuschlagen, gern mit dem Beigeschmack von clever, vielleicht auch ein bisschen dreist. Das Wort kommt über jiddisch revach aus dem Hebräischen und klingt schon wie Kasse klingeln. Du sagst es, wenn jemand mit einem Deal, Nebenjob oder Verkauf richtig abräumt, statt nur ein paar Euro mitzunehmen.
Verwendungsbeispiele
"Ich stell das alte Bike online, und nach zehn Minuten bietet mir einer 400 Euro. Ich so, okay, heute mach ich mal Reibach."
"Mit den alten Comics auf dem Flohmarkt hat er einen ordentlichen Reibach gemacht, ein Sammler zahlte das Zehnfache."
"Die wollen mit dem Umbau nur ihren Reibach machen, an die Mieter denkt dabei garantiert keiner."
"Der hat die Konzerttickets für'n Appel gekauft und kurz vorm Einlass mit miesem Reibach weiterverkauft."
"Wenn die für so'n bisschen Vintage plötzlich 120 Euro nehmen, will da wieder jemand ordentlich Reibach machen."
Woher es kommt
Reibach ist kein Fantasieklingeln, das Wort kommt wirklich über jiddisch revach oder rewach ins Deutsche, am Ende mit Wurzel im Hebräischen. Gemeint war erstmal Gewinn oder Ertrag. Im Deutschen hat sich dann dieser leicht schlitzohrige Beigeschmack drangehängt, also nicht bloß verdienen, sondern ordentlich was rausholen.
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