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Was es bedeutet

Laubenpieper ist ein liebevoll-spöttischer Name für Leute, die im Schrebergarten komplett aufgehen. Die sitzen in ihrer Laube, schmeißen den Grill an, gießen mit fast religiöser Hingabe und behandeln den Rasen, als hätte er Beamtenstatus. Besonders rund um Berlin sagt man das gern über Menschen, die jedes freie Wochenende im Kleingartenverein versacken und mit Herzblut über Heckenhöhe, Gartenzwerge und Tomaten fachsimpeln.

Verwendungsbeispiele

"Icke such Opa, der hockt wieder als Laubenpieper in seiner Parzelle, schraubt am Grill rum und zählt stolz die ersten Tomaten."
"Mein Onkel in Berlin-Marzahn ist der klassische Laubenpieper, jeden Samstagmorgen um sieben Uhr ist er schon in der Parzelle, gießt die Tomaten, verteidigt den Maschendrahtzaun gegen die Wildkaninchen des Nachbargrundstücks und kommt erst zum Abendbrot zu Hause zurück."
"In Berlin-Treptow kennt der Laubenpieper-Verein jeden Halmsorten der Region, sie organisieren jährlich den Wettbewerb der schönsten Beete, und mein Schwiegervater hat zweimal den ersten Platz gewonnen mit seiner Mischung aus Sonnenblumen und blau-gelben Tagetes in geometrischer Anordnung."
"Sobald Freitag ist, mutiert Kalle wieder zum Laubenpieper und diskutiert mit dem Nachbarn drei Stunden über Bohnenstangen."
"Ey, frag nicht nach Club oder Bar, meine Eltern sind am Wochenende komplett Laubenpieper und feiern schon, wenn die Zucchini endlich kommt."
Tonfall
Liebevoll Ironisch Witzig
Wo man es sagt

Woher es kommt

Das Wort kommt aus dem Berliner Raum und hängt mit den alten Gartenlauben in den Schrebergärten zusammen. Ein Laubenpieper ist wörtlich so ein kleiner Vogel der Laube, also jemand, der dauernd dort hockt. Der Ausdruck ist seit dem 20. Jahrhundert als spöttisch-liebevolle Bezeichnung für Kleingärtner belegt.

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