Was es bedeutet
Kneipenhocker nennt man jemanden, der so oft in der Stammkneipe abhängt, dass der Barhocker quasi seinen Namen trägt. Der Typ hat seinen festen Platz, kennt Bedienung und Wirt beim Vornamen und merkt sofort, wenn ein neues Fass dran ist. Meist liebevoll und mit Augenzwinkern, manchmal auch als kleiner, leicht genervter Seitenhieb.
Verwendungsbeispiele
"Wo steckt Rainer? Nicht daheim, der Kneipenhocker parkt wieder am Tresen, nickt dem Wirt zu und hat sein Pils schon stehen, bevor er sitzt."
"Er ist ein echter Kneipenhocker, jeden Abend am selben Tresen."
"Die alten Kneipenhocker kennen hier jede Geschichte des Viertels."
"Wenn der Laden um fünf aufmacht, sitzt Olli um fünf nach fünf schon da, totaler Kneipenhocker halt."
"Frag nicht nach Tom, der klebt wieder als Kneipenhocker an seinem Stammplatz und diskutiert mit dem Wirt über Fußball."
Woher es kommt
Das Wort ist ziemlich durchsichtig gebaut: aus Kneipe und Hocker. Gemeint ist der Mensch, der gefühlt mit seinem Platz am Tresen verwachsen ist und so regelmäßig da sitzt, dass er schon zum Inventar zählt. Keine geheimnisvolle Herkunft, eher ein treffendes Alltagsbild aus der Kneipensprache.
Andere Arten, es zu sagen
Dieser Ausdruck erscheint auch in