Was es bedeutet
Knatsch ist der kleine, aber hartnäckige Ärger zwischendurch: Gezanke, Stress, Zoff, oft wegen totaler Nichtigkeiten. Genau das macht’s so fies, weil’s dir trotzdem den Tag versalzt und die Stimmung sofort auf Kellerlevel zieht. Wenn irgendwo Knatsch ist, wird aus Smalltalk schnell Stichelei und jeder klingt passiv-aggressiv, obwohl’s eigentlich um Pillepalle ging.
Verwendungsbeispiele
"Im Büro gab’s heute Knatsch: Einer nimmt den letzten Kaffee, setzt keinen neuen auf. Aus Moin wird Na toll, und alle starren beleidigt."
"Mit der Schwiegermutter gibt's gerade wieder Knatsch wegen der Sitzordnung an Weihnachten."
"Im Büro war den ganzen Tag Knatsch zwischen den beiden Abteilungen, jeder hat den anderen sabotiert."
"Wegen so einem Parkticket war direkt Knatsch in der Gruppe, auf einmal hat jeder giftig rumgenölt."
"Kaum ist die Teamsitzung fünf Minuten alt, gibt's schon Knatsch, weil wieder keiner die Zuständigkeit checkt."
Woher es kommt
Knatsch ist ein altes umgangssprachliches Wort, vor allem aus Berlin und dem ostmitteldeutschen Raum. Belegt ist es seit dem 19. Jahrhundert. Es gilt als lautmalerisch und klingt schon nach Reibung, Genervtheit und kleinem Zerwürfnis. Genau deshalb passt es so gut für diesen nervigen Alltagszoff, der nicht riesig ist, aber ewig piekst.
Andere Arten, es zu sagen
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