Was es bedeutet
Flunsch ist das schmollende Gesicht schlechthin, diese vorgelagerte Schnute mit Unterlippe auf Alarmstufe Rot. Meist hört man es als Redewendung einen Flunsch ziehen, wenn jemand beleidigt, enttäuscht oder trotzig guckt, statt was zu sagen. Funktioniert bei Kindern wie bei Erwachsenen, nur dass es bei Großen weniger niedlich und mehr Drama ist.
Verwendungsbeispiele
"Ey, was’n los? Nix. Aber du ziehst so’n Flunsch, als hätte dir jemand die letzte Brezel geklaut. Komm, Kaffee, dann lächeln wir wieder."
"Als das Eis alle war, zog die Kleine einen Flunsch bis zum Boden."
"Mach jetzt bitte keinen Flunsch, nur weil wir fünf Minuten später losfahren. Du kriegst trotzdem noch dein Brötchen."
"Der hat den ganzen Abend 'nen Flunsch gezogen, weil sein Spruch nicht gezündet hat."
"Jetzt zieh doch nicht so einen Flunsch, nur weil dein Pommesdieb am Tisch schneller war. Ich geb dir welche ab."
Woher es kommt
Flunsch ist ein norddeutsch geprägtes Wort für einen vorgeschobenen Schmollmund oder gleich das ganze beleidigte Gesicht dazu. Wahrscheinlich ist es lautmalerisch entstanden und lebt vor allem in der festen Wendung einen Flunsch ziehen weiter. Das Wort hält sich im Alltagsdeutsch bis heute ziemlich wacker.
Dieser Ausdruck erscheint auch in