Was es bedeutet
Eine Faustregel ist eine grobe Daumenpeilung, die im Alltag schnell Orientierung gibt, ohne wissenschaftlich genau zu sein. Du nutzt sie, wenn du keine Lust auf Rechnen, Messen oder langes Nachdenken hast. Oft steckt Erfahrung dahinter, manchmal auch Küchenlogik. Passt meist, kann aber danebenliegen, vor allem bei Sonderfällen oder wenn jemand riesige Hände hat.
Verwendungsbeispiele
"Beim Kochen fragt Tom: Wie viel Nudeln pro Person? – Faustregel: eine Handvoll. – Super, bei dir ist das ja gleich ein halber Sack."
"Als Faustregel gilt: doppelt so viel Wasser wie Reis, dann passt es meistens."
"Faustregel beim Umzug: Wenn der Karton schon beim Angucken ächzt, hast du zu viel reingestopft."
"Ich kenn die genaue Zahl nicht, aber als Faustregel rechne immer noch zehn Prozent Puffer drauf, dann gibt's keinen Stress."
"Faustregel bei WG-Kühlschränken: Was keinen Namen hat, ist morgen politische Beute."
Woher es kommt
Faustregel ist im Deutschen schon lange belegt und meint von Anfang an keine millimetergenaue Wahrheit, sondern eine grobe praktische Regel für den Alltag. Das Bild steckt in der Faust als schlichtem Maß ohne feines Nachmessen. Später wurde das ganz allgemein zur bewährten Näherungsregel aus Erfahrung.