Was es bedeutet
Extrawurst sagt man, wenn wer eine Sonderbehandlung verlangt und glaubt, für ihn gelten extra Regeln, extra Service, extra Rücksicht. Das Bild ist eh klar: als würdest beim Würstelstand noch schnell was Zusätzliches einfordern, während alle anderen warten. Wird oft halb genervt, halb lachend rausgehauen, wenn jemand ständig im Ausnahme-Modus unterwegs ist.
Verwendungsbeispiele
"Im Beisl raunzt er: Oida, i brauch a Extrawurst, i zahl eh! Der Wirt grinst: Passt, aber an Sonderstatus gibt’s net, stell di an."
"Immer will er eine Extrawurst, während sich alle anderen an die Regeln halten."
"Bei uns gibt es keine Extrawurst, jeder packt gleich mit an."
"Jetzt mach mal keine Extrawurst, wir stehen alle in derselben Schlange."
"Für den Kollegen soll's wieder eine Extrawurst geben, aber wenn's ums Helfen geht, ist er plötzlich unsichtbar."
Woher es kommt
Die Redewendung ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und kommt wirklich aus der Wurstwelt. Gemeint war erst die zusätzliche Wurst für jemanden, also eine Sonderportion obendrauf. Daraus wurde im Alltag das Bild für Extra-Behandlung, Sonderregeln und dieses nervige Ich-bin-bitte-ausgenommen-Gehabe.
Editoren dieses Begriffs
Weber stiller Momente Offizieller Wächter dieses Ausdrucks
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