Was es bedeutet
Dusel heißt pures Zufallsglück, bei dem du selber fast nix geleistet hast. Du kommst zu spät und genau heute fängt das Meeting später an, vorm Laden wird in dem Moment ein Parkplatz frei oder du bestehst mit halb leerem Kopf trotzdem noch. Klingt oft nach staunendem Respekt oder leicht salzigem Neid, wenn jemand mal wieder mit Dusel durchrutscht.
Verwendungsbeispiele
"Ich steig aus Versehen in die falsche Bahn, zack, sitz ich neben dem Kontrolleur und der drückt mir noch ein Gratis-Ticket in die Hand. Alter, was für ein Dusel!"
"Reiner Dusel: der Bus kam genau in dem Moment, als ich um die Ecke bog, ohne Rennen, ohne Schwitzen."
"Mit ein bisschen Dusel hat er die Prüfung bestanden, drankam genau die eine Frage, die er zufällig gelernt hatte."
"Ohne Witz, ich hab das Formular zu spät abgeschickt und trotzdem noch den Platz bekommen. Das war nicht Können, das war reiner Dusel."
"Die hat heute wieder Dusel ohne Ende. Kommt als Letzte rein und kriegt genau den einen freien Sitzplatz."
Woher es kommt
Dusel ist ein älteres deutsches Wort. Früher meinte es eher Benommenheit, Dösigkeit oder einen halb verpennten Zustand. Daraus hat sich später die heutige Bedeutung entwickelt: Glück, das dir ohne großes Zutun in den Schoß plumpst. Eben so ein Treffer, bei dem Können kaum mit am Tisch saß.