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Was es bedeutet

Bölkstoff ist norddeutsch für Bier, vor allem für das ehrliche Zeug aus Flasche oder Pulle ohne Craft-Gebimmel und Schaumkrönchen-Oper. Das Wort klingt nach Tresen, Feierabend und rauer Kehle. Wer Bölkstoff sagt, meint meist kein feines Verkostungsding, sondern ein Bier, das einfach knallt, läuft und den Abend anschiebt.

Verwendungsbeispiele

"Moin, hol mal noch 'n paar Flaschen Bölkstoff ausm Kühlschrank. Die Jungs kommen gleich zum Grillen und ohne Nachschub wird dat nix."
"Im Hafenklang an den Landungsbrücken in Hamburg fließt der Bölkstoff vom Astra-Fass ab acht Uhr abends in Strömen, die Stammgäste teilen sich Tische, Geschichten und gelegentlich auch die zweite Brezel der Theke, während die Möwen draußen über den Elbtunnel kreisen."
"Mein Onkel hat uns das Sommerfest des Sportvereins in Altona organisiert, drei Kästen Bölkstoff von der Holsten-Brauerei, ein Grill mit hundert Würsten und eine Karaoke-Anlage, die niemand programmiert hat, am Ende standen alle und sangen "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins"."
"Bring für nachher noch'n Kasten Bölkstoff mit, sonst sitzt die ganze Truppe trocken vorm Kiosk rum."
"Erst Schichtende, dann zwei Bölkstoff am Wasser und keiner redet mehr von Stress."
Tonfall
Witzig Ausgelassen Jugendlich

Woher es kommt

Bekannt wurde Bölkstoff durch die Werner-Comics von Rötger Feldmann, also Brösel, und später auch durch die Filme. Dort ist es das Kultwort für Bier, besonders für norddeutsches, herbes Flaschenbier. Der Name spielt hörbar auf bölken an, also laut grölen oder brüllen.

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