Was es bedeutet
Heisst ganz simpel einkaufen gehen, aber im Schwiizerdütsch klingt’s wie ein eigener Programmpunkt im Tagesplan. Wenn jemand sagt, er goht poschte, meint er den Gang in Migros oder Coop für Alltagskram, nicht Luxus-Shopping. Das Wort wirkt ein bisschen nach Pflicht, wird aber oft locker rausgehauen, wie ein kurzer Spaziergang mit Einkaufsbeutel.
Verwendungsbeispiele
"Ich mues no go poschte, s'Znacht isch leer. Chunsch grad mit? Mir holend Brot, Chäs, es bitzli Schoggi und villicht no es Rivella."
"Ich gah am Samstigmorge poschte am Bahnhofmärit z'Züri, frischi Eier, no es Brot warm vo der Beck, und villicht en Käse usem Wallis, je nach Stimmig."
"Mami und ich gönd am Donstig poschte zur Migros am Hauptbahnhof, mache de grosse Wuche-Iikauf, und nähmend de Tram nüechtere Stunde, wenn d'Stadt ruhiger isch."
"Ich gang schnell go poschte, mir händ nöd mal meh Milch und Teigware im Huus."
"Sölli no go poschte vor em Match oder langt s, wenn mir eifach Chips und Bier bim Kiosk hole?"
Woher es kommt
Poschte ist schweizerdeutsch und hängt mit Posten zusammen. Im älteren Deutsch meinte das einen Auftrag, einen zu erledigenden Einkaufsposten oder eine Besorgung. Im Schweizerdeutschen wurde daraus s Verb poschte, also Lebensmittel und Alltagszeug holen. Das Wort ist in der Schweiz breit verankert und total alltagstauglich.
Dieser Ausdruck erscheint auch in