Was es bedeutet

Pfiat di ist ein warmes, bairisch-österreichisches Tschüss mit Herz. Klingt nach Nähe, nach ehrlichem Gutgeh'n und ein bissl danach, dass dir wer noch einen Schutzfaden hinterherschickt. Sagt man eher zu Leuten, die einem nicht wurscht sind, locker, vertraut und oft viel weicher als ein steifes Auf Wiedersehen.

Verwendungsbeispiele

"Na dann, Pfiat di und grüß daheim — und ruf an wenn'd gut heimkommen bist, ja?"
"Pfiat di Liesl, wir sehen uns am Donnerstag bei der Probe vom Trachtenverein im Gasthaus an der Donau, vergiss nicht das Dirndl bei deiner Schwester abzuholen, das sie für die Stadtfeier vom Wochenende geschneidert hat."
"Pfiat di und gute Reise nach Italien, mei lieber Onkel, schick uns ein Foto von der Lagune in Venedig wenn du am Markusplatz angekommen bist, und vergiss nicht die Marillenmarmelade aus dem Weinviertel im Rucksack mitzunehmen."
"So, i geh jetzt wirklich. Pfiat di, schau auf di auf und meld di, wennst dahoam bist."
"Pfiat di, Oida, war a feiner Abend. Beim nächsten Spritzer samma wieder dabei."
Tonfall
Liebevoll Zärtlich Jugendlich

Woher es kommt

"Pfiat di" kommt aus der alten Segensformel "Behüt dich Gott". In bairischen und österreichischen Mundarten hat sich das über Formen wie "bhüt di" und "pfiat di" zusammengeschliffen, bis es einfach ein ganz normales Abschiedswort war. Der fromme Kern ist heute oft blass, das Warme daran lebt aber voll weiter.

Andere Arten, es zu sagen

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