Was es bedeutet
Ein Kalauer ist ein mieses Wortspiel oder ein flacher Witz, der so offensichtlich ist, dass er schon wieder weh tut. Man stöhnt, rollt mit den Augen und lacht dann doch, meistens aus Versehen. Der Name soll von der brandenburgischen Stadt Calau kommen, wo solche Sprüche mal in der Zeitung standen.
Verwendungsbeispiele
"Im Büro: — Warum sind Geister schlechte Lügner? Man sieht durch sie durch. Alle stöhnen. Jana ruft: Kalauer, Alter. Trotzdem grinsen zwei."
"Opa reißt zu jedem Anlass denselben Kalauer, und obwohl er uralt ist, lachen am Ende doch alle mit."
"Der Moderator streute so viele Kalauer ein, dass das Publikum irgendwann nur noch genervt stöhnte."
"Beim Familienessen haut Timo raus: Ich bin völlig Banane, aber nur fair gehandelt. Sofort alle: Boah, was für ein Kalauer."
"Im Chat droppt einer nach dem Stromausfall: Wenigstens war die Stimmung geladen. Richtiger Kalauer, aber paar Leute mussten trotzdem lachen."
Woher es kommt
Der Name ist echt mit Calau in Brandenburg verknüpft. Im 19. Jahrhundert liefen in satirischen Blättern die Calauschen Ereignisse, eine Rubrik voller absichtlich platter Wortwitze. Dazu passt wohl auch der französische Einfluss von calembour. So wurde Kalauer im Deutschen der Etikettenschlenker für den Witz, bei dem alle stöhnen und doch grinsen.
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