Was es bedeutet
Kafi ist in der Deutschschweiz einfach Kaffee auf schweizerdeutsch, kurz, warm und alltagstauglich. Das Wort meint oft die Tasse selbst, kann aber genauso für den kleinen Kaffee-Stopp oder sogar das Café stehen, etwa in Gömmer go Kafi näh. Klingt sofort nach Pause, Gespräch und bisschen Gemütlichkeitsdampf im Kopf.
Verwendungsbeispiele
"Wotsch no en Kafi? De Automat isch grad frei und ich ha no Münz. Aber en gschide, mit Rahm, nöd so en wässrige wie letschti Wuche."
"Gömmer schnell uf en Kafi vor dem Meeting, drei Minuten an der Bar im Hauptbahnhof Zürich, perfekt um den Kopf vor der ganzen Vorstandssitzung zu sortieren."
"Bei Oma in Luzern gibt es jeden Sonntagnachmittag den Kafi mit Schwarzwälder Torte, die Tante kommt aus St. Gallen extra und die Diskussion startet pünktlich um halb vier."
"Ich hol mer nur schnell en Kafi, suscht lauft mini Birne hüt komplett im Energiesparmodus."
"Nach em Zmittag no en Kafi und denn chamer wieder so tue, als wär mer brutal produktiv."
Woher es kommt
Kafi ist die schweizerdeutsche Form von Kaffee und seit sehr langer Zeit fest im Alltag der Deutschschweiz verankert. Die Lautform gehört zum Alemannischen und ist keine neue Modesache, sondern ein ganz normales, gewachsenes Alltagswort, das man daheim, im Büro, im Restaurant und am Bahnhof ständig hört.
Dieser Ausdruck erscheint auch in