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Was es bedeutet

Heißt: weg, verschwunden, nicht mehr auffindbar. Sagste, wenn irgendwas komplett abhandenkommt und du’s abschreiben kannst. Das -ikato macht’s extra albern, klingt fast wie so’n Fake-Italienisch und nimmt der Katastrophe kurz den Stachel. Wird oft als trockenes Fazit rausgehauen, wenn man keinen Bock auf Drama hat.

Verwendungsbeispiele

"Ick such seit zehn Minuten meine BVG-Karte, alle Taschen leer. Kumpel guckt kurz und meint: Digga, futschikato, die liegt bestimmt beim Späti am Tresen."
"Mein Portmonee aus dem Café am Boxhagener Platz war heute Mittag plötzlich futschikato, hab den Inhaber gefragt, der Kellner hat noch unter den Tischen gesucht, und um vier hat der ehrliche Finder am Tresen abgegeben mit fehlenden vierzig Euro und einem grinsenden Lächeln im Gesicht."
"Die Tomatenpflanzen vom Balkon in der Skalitzer Straße sind nach der Junihitze von gestern komplett futschikato, mein Mitbewohner hatte das Gießen versprochen, ist aber zum Schwimmen an die Spree und die Pflanzen sind eingegangen vor dem Abendlicht am Sonntag."
"Mein Schlüsselbund war eben noch auf'm Küchentisch, ich dreh mich einmal um und zack, futschikato."
"Die Reste von der Party? Heute Morgen komplett futschikato, irgendwer hat nachts alles weggeatmet."
Tonfall
Ironisch Witzig Jugendlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Berliner Spaßwort aus dem 20. Jahrhundert. Es baut auf futsch auf und hängt ein pseudo-italienisches -ikato dran, einfach für den Klangquatsch mit Charme. Genau dieses Alberne macht den Witz aus, weil der Verlust damit nicht nach Weltuntergang klingt, sondern nach trockenem Schulterzucken mit Grinsefalten.

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