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Was es bedeutet

Fusel nennt man billigen, scharfen Schnaps oder Mischkram, der eher nach Chemie als nach Genuss schmeckt. Auf WG-Partys ist das der Klassiker, weil Sparen plötzlich als Lifestyle verkauft wird. Man kippt’s runter, der Hals brennt, der Geschmack ist weg und die Entscheidungen werden kreativ. Am nächsten Morgen klopft der Kater wie ein Presslufthammer.

Verwendungsbeispiele

"Nach zwei Shots von dem Fusel aus der WG-Küche hat’s mir die Gesichtsmuskeln verknotet, und Kevin schwört trotzdem, das sei Premium."
"Auf der Feier gab es nur billigen Fusel, am nächsten Morgen brummte der ganze Verein."
"Trink den Fusel nicht pur, misch ihn wenigstens mit Saft, sonst klebt dir die Zunge fest."
"Lass den Fusel stehen, der riecht schon so, als hätte jemand Nagellackentferner in die Bowle gebetet."
"Wir wollten eigentlich nur vorglühen, aber der Fusel hat uns direkt in die Kategorie schlechte Ideen katapultiert."
Tonfall
Witzig Abwertend
Wo man es sagt

Woher es kommt

Fusel kommt aus der Fachsprache der Brennerei. Gemeint waren ursprünglich die öligen Nebenprodukte, die beim Destillieren mit hochkommen und den Schnaps scharf, schwer und unsauber wirken lassen. Von dort ist das Wort in die Alltagssprache gerutscht und meint heute ganz locker jeden billigen oder widerlichen Hochprozentigen.

Andere Arten, es zu sagen

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