Was es bedeutet
Eisbein ist das Berliner Schweinebein in der Softie-Version: gepökelt, dann gekocht statt kross gebraten. Dazu gibt's fast immer Sauerkraut, Erbspüree und natürlich Senf, weil ohne wär's kulinarisch halbnackt. Das ist so ein Wirtshausbrecher, der dich nach einer langen Nacht wieder gerade in die Welt stellt. Nicht mit der süddeutschen Schweinshaxe verwechseln, die kommt knuspriger um die Ecke.
Verwendungsbeispiele
"Ick bestell im Kiez Eisbein, Sauerkraut, Erbspüree. Kellnerin guckt: Na denn, wa. Fünf Minuten später schieb ick den Berg Fleisch wie’n Tetris-Stein."
"Im Wirtshaus zum Letzten Heller in Friedrichshain gibt es das Eisbein noch im Original mit Erbspüree, Sauerkraut und einem Glas Berliner Weiße rot, und der Wirt kennt jeden Stammgast seit den siebziger Jahren mit Vornamen und Tischordnung."
"Beim Familienfest in der Kleingartenanlage am Ufer der Spree hat Onkel Manfred ein riesiges Eisbein vom Schlachter in Köpenick mitgebracht, und es hat die Versammlung bis nach Mitternacht satt und friedlich gehalten am langen Holztisch."
"Nach der dritten Kneipe brauchte Tarek kein Feingefühl mehr, nur noch ein Eisbein und Senf bis die Seele wieder einrastet."
"Bei Mutti auf der Karte steht Eisbein ganz unschuldig da, aber wenn das kommt, liegt plötzlich ein halbes Wintermärchen auf dem Teller."
Woher es kommt
Eisbein hieß ursprünglich wirklich das Bein oder genauer der Knochen vom Schwein. Der Name hängt wohl damit zusammen, dass man solche Knochen früher teils als Kufen für einfache Schlittschuhe nutzte. Später ging das Wort auf das Gericht über und wurde vor allem in Berlin und Brandenburg zur festen Wirtshausgröße.
Dieser Ausdruck erscheint auch in