Was es bedeutet
Dienstwagen ist erstmal einfach das Auto von der Firma. Im echten Bürozoo ist das Ding aber oft mehr als nur Blech mit Tankkarte. Der Wagen fährt nämlich gern als Statussignal mit durchs Bild. Wer einen hat, wirkt schnell ein Stück offizieller, besser bezahlt oder schon näher an der Chefetage. Dann wird in der Kaffeeküche nicht nur über Projekte geredet, sondern auch darüber, ob's nur ein Kombi ist oder schon die rollende Gehaltsmitteilung auf vier Rädern. In Deutschland hängt da oft auch noch Steuerkram dran, Stichwort 1-%-Regel.
Verwendungsbeispiele
"Beim Feierabendbier prahlt er: Neuer Dienstwagen. Alle checken nur den Schlüssel. Er: Hauptsache Automatik. Kollegin: Wenn’s wieder ein Polo wird, nenn ich’s Dienststrafe."
"Kaum hat er den Dienstwagen, parkt er plötzlich auf dem Platz direkt neben dem Chef."
"Beim Meeting ging es eine halbe Stunde nur um seinen neuen Dienstwagen, nicht ums Projekt."
"Seit sie den Dienstwagen hat, tut der Parkplatz morgens so, als wär er plötzlich Vorstandsebene."
"Der neue Dienstwagen war im Teamchat schneller Thema als die Beförderung selbst. Klar, erst guckt man aufs Logo, dann auf den Menschen."
Woher es kommt
Das Wort ist ganz wörtlich gebaut aus Dienst und Wagen. Gemeint war ursprünglich schlicht ein Fahrzeug, das für berufliche oder amtliche Zwecke genutzt wird. Die leicht spöttische Nebenbedeutung als mobiles Statussymbol kam erst aus dem Arbeitsalltag dazu, nicht aus der eigentlichen Wortherkunft.
Dieser Ausdruck erscheint auch in