Was es bedeutet
Deibel ist Berlinerisch für Teufel. Das haut man als Fluch, Ausruf oder genervtes Aufstöhnen raus, oft in Wendungen wie Hol mich der Deibel. Klingt rau, alt und schön schnoddrig, ist aber meist nicht richtig böse gemeint, eher Kieztheater mit einem Grinsen im Mundwinkel.
Verwendungsbeispiele
"Hol mich der Deibel, dit Navi hat uns echt richtig geführt, wa. Ick dachte schon, wir landen in Spandau bei Oma. Atze, läuft!"
"Hol mich der Deibel, das hätte ich nie für möglich gehalten!"
"Wo ist denn nun wieder der Schlüssel hin, zum Deibel?"
"Ach du Deibel, der hat den alten Kühlschrank allein bis in den fünften Stock geschleppt."
"Nu mach hin, zum Deibel, sonst verpassen wir noch die letzte Bahn."
Woher es kommt
Deibel ist eine mundartliche Form von Teufel und hängt etymologisch mit älteren deutschen Lautformen desselben Wortes zusammen, das letztlich auf griechisch diábolos über das Lateinische zurückgeht. Im Berlinerischen bleibt davon diese kantige, schön rumpelige Variante übrig, die bis heute als Fluch und Ausruf lebt.
Dieser Ausdruck erscheint auch in