Was es bedeutet
Ist der Typ, der so tief ins Glas geguckt hat, dass er nicht mal mehr den Heimweg findet und direkt an der Theke einnickt. Stirn auf dem Tresen, Arm um’s Bier, als wär’s ein Kuscheltier. Meist sagt man’s mit einem Grinsen, nicht als fiese Beleidigung, eher als Kneipen-Maskottchen, das immer als Letztes abschaltet.
Verwendungsbeispiele
"Der Laden macht gleich zu, alle ziehen schon Jacke an, und Holger schnarcht an der Theke, Bier fest umklammert: unser Thekenschläfer."
"Guck dir Uwe an, fünf Minuten still und schon halb auf dem Tresen. Heute wieder voll der Thekenschläfer."
"Wir wollten noch weiterziehen, aber der Thekenschläfer hat seine Schicht an der Bar schon im Schlafmodus beendet."
"Lass den mal, der ist nicht weg, der lädt nur kurz an der Zapfsäule. Klassischer Thekenschläfer."
"Um zwei redet der noch groß vom Absacker und zehn Minuten später klebt er schon mit der Backe am Tresen. Voll der Thekenschläfer."
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Woher es kommt
Zusammensetzung aus dem deutschen Theke (Schanktisch, Tresen, attestiert seit dem siebzehnten Jahrhundert im Wirtshausvokabular) und Schläfer (der Schlafende), geprägt im umgangssprachlichen Deutsch des frühen zwanzigsten Jahrhunderts als bildhafte Bezeichnung des Stammgastes, der nach dem fünften Bier des Abends an der Bar einschläft. Die Figur des Thekenschläfers gehört zur klassischen Wirtshauskultur des deutschen Nordens und Westens, mit den Eck-Tresen des Ruhrgebiets, der Hamburger Kiez-Lokale und der Berliner Eckkneipen als typische Bühnen, und überlebt heute im Vokabular der traditionellen Brauereien und der modernen Craft-Beer-Bars als affektuoso-spöttische Etikette des allzu späten Heimwegs.
Andere Arten, es zu sagen
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