Stimmen von der Straße

Kunzo · Wien
"Schwammerl sind Pilze, also keine Zauberpilze, sondern die normalen aus dem Wald. Schwammerl suchen ist ein Volkssport im Herbst. Beispiel: Er kommt aus dem Wald mit einem Korb voll Schwammerl. Ich frage: Hast du Ahnung, was das ist? Er: Na. Ich: Na dann lass liegen, sonst liegen wir in der Früh."

Was es bedeutet

Schwammerl sind ganz normale Pilze, nur halt auf österreichisch und bairisch mit extra Herz drin. Das sagt man vor allem für die Dinger aus dem Wald, wenn im Herbst alle mit Korb, Messer und leicht übertriebener Selbstsicherheit losstapfen. Klingt liebevoll, bodenständig und ein bissl nach Kindheit, Waldluft und anschließender Pfanne.

Verwendungsbeispiele

"Er kommt mit an Korb Schwammerl heim und grinst. I sag: Host a Ahnung, was des is? Er: Na. I: Na dann, lass liegen, bittschön."
"Im Herbst gehen wir in der Früh Schwammerl suchen und braten sie mittags mit Knödeln."
"Pass auf bei den Schwammerl, nicht jedes im Korb gehört wirklich in die Pfanne."
"Wennst am Sonntag mit leeren Händen heimkommst, hast entweder keine Schwammerl gefunden oder heimlich schon alle verputzt."
"Die Oma schaut in den Korb und sagt ganz trocken: Die Schwammerl da kenn ich, aber bei dem einen Spezi wird mir mulmig."

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Tonfall
Liebevoll Zärtlich

Woher es kommt

Schwammerl ist eine mundartliche Verkleinerungsform zu Schwamm und meint im Bairischen und Österreichischen Pilze. Das Wort ist seit Langem im süddeutschen Raum verankert und klingt viel wärmer und häuslicher als das nüchterne Pilz. Darum hängt an Schwammerl immer auch ein Hauch von Wald, Herbst und Küche.

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