Was es bedeutet
Ein Rosinenpicker ist jemand, der sich immer nur die besten Häppchen rausfischt und den ungemütlichen Rest schön bei den anderen parkt. Vorteile? Nimmt er gern. Arbeit, Risiko oder Verpflichtung? Da wird plötzlich ganz klein gespielt. Sagt man meist abfällig oder spöttisch, wenn wer nur kassieren will, aber null Bock aufs Mitziehen hat.
Verwendungsbeispiele
"Kevin will Homeoffice, aber jeden Freitag trotzdem das Teamfrühstück im Büro abstauben. Beim Umzug der Kaffeemaschine ist er komischerweise im Call. Chef: Rosinenpicker deluxe."
"Bei den Projekten ist er ein echter Rosinenpicker, schnappt sich die einfachen Aufgaben und drückt sich vor dem Rest."
"Im Vertrag haben sie sich als Rosinenpicker nur die lukrativen Regionen gesichert und den Rest fallen lassen."
"Er fährt bei der Schichtplanung wieder volle Rosinenpicker-Taktik: Feiertagszuschläge ja, Spätschicht nein."
"Beim WG-Putzplan macht sie auf Rosinenpicker, nimmt sich Balkon und Pflanzen, aber Bad und Küche sind auf einmal unsichtbar."
Woher es kommt
Das Wort ist sauber bildlich gebaut. Gemeint ist ursprünglich jemand, der sich aus dem Rosinenkuchen nur die Rosinen rauspickt und den Rest liegen lässt. Daraus wurde im Deutschen schon länger das Bild fürs selektive Abgreifen von Vorteilen, während Mühe, Risiko oder die lästigen Brocken elegant bei anderen landen.
Dieser Ausdruck erscheint auch in