Was es bedeutet
Gaudi heißt einfach richtig derber Spaß. Nicht bloß bissl nett, sondern so ein Abend, der lärmt, lacht und komplett aus der Kurve grinst. Sagt man, wenn die Stimmung locker, laut und ausgelassen ist und schon wieder irgendein Schmarrn durchs Zelt fliegt. Mit Mordsgaudi wird das Ganze noch eine Nummer fetter. Kann auch ironisch fallen, wenn eigentlich alles drunter und drüber ging, aber genau das den Reiz ausgemacht hat. Typisch passt das auf Volksfest, Hütte, Wirtshausrunde oder jede Feier mit Herz, Lärm und leichtem Chaos.
Verwendungsbeispiele
"— Na, wie war’s beim Feuerwehrfest? — A riesige Gaudi, i sog da, Blasmusik, Maß und danach hamma no bis kurz vor Sonnenaufgang g’ratzt und g’lacht."
"Auf dem Dorffest war eine Riesengaudi, wir haben bis spät in die Nacht getanzt."
"Aus Spaß haben wir Schlittenrennen gemacht, das war vielleicht eine Gaudi."
"Gestern auf der Almhüttn war so eine Gaudi, dass am Ende keiner mehr gewusst hat, wer eigentlich das Kartenspiel angefangen hat."
"Mach dich auf was gefasst, auf der Hochzeit von denen wird's sicher eine Mordsgaudi mit Blasmusik, Schnaps und komplettem Durcheinander."
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Woher es kommt
Gaudi kommt aus dem Bairisch-Österreichischen und geht auf ältere süddeutsche Formen zurück, die mit Freude, Lustbarkeit und Vergnügen zusammenhängen. Verwandt ist das Wort mit dem gelehrteren Gaudium aus dem Lateinischen. Im Alltag ist Gaudi aber die bodenständige, mundartliche Version für Spaß mit ordentlich Wumms.
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