Was es bedeutet

Gaudium heißt eigentlich auf Latein Freude, wird aber im Bayerischen gern scherzhaft als feines Wort für a Gaudi benutzt. Gemeint ist ein Riesenspaß, oft mit Publikum, Bierbank und viel Gelächter, also eher Event als stilles Glück. Klingt ein bissl geschniegelt, darum sagt man’s gern ironisch, wenn’s richtig rundgeht. Passt auch, wenn der Chef plötzlich spendiert und alle tun, als wär’s Kultur.

Verwendungsbeispiele

"Nach’m Spiel ham’s im Vereinsheim a Gaudium draus g’macht: Blasmusik, Brotzeit, drei Runden aufs Haus, und jeder grinst wie a Honigkuchenpferd."
"Auf dem Dorffest war ein Gaudium, Blasmusik, Bier und die halbe Nachbarschaft am Tanzen bis spät."
"Die Schneeballschlacht mit den Kindern war ein Gaudium, alle klatschnass und keiner wollte rein."
"Heut Abend beim Feuerwehrfest war wieder so ein Gaudium, erst spielt d'Kapelln zünftig auf und nachher stehen alle auf da Bank."
"Der Wirt hat auf einmal Schnapserl spendiert und sofort war's ein kleines Gaudium, als hätt wer den Feiertagsknopf gedrückt."

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Tonfall
Ironisch Witzig Ausgelassen

Woher es kommt

Das Wort kommt direkt vom lateinischen gaudium für Freude. Im Bairischen und Österreichischen lebt es als halb feierlich, halb augenzwinkerndes Fremdwort weiter und wird bewusst ein bissl geschniegelt benutzt, wenn eigentlich einfach Gaudi gemeint ist, nur mit mehr Pomp im Klang und oft mit ironischem Zwinkern.

Andere Arten, es zu sagen

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