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Was es bedeutet

Kiebitzen heißt, bei anderen mit am Tisch zu hängen und denen über die Schulter zu linsen, obwohl du gar nicht mitspielst, typisch beim Karten- oder Schachabend. Dazu kommen dann noch ungefragte Kommentare, Seufzer und vielsagende Blicke, die im Zweifel gleich die ganze Runde spoilern. Kann man machen, kommt aber selten gut an, außer du bist der offizielle Schiri.

Verwendungsbeispiele

"Ey, hör auf zu kiebitzen, du stehst da wie’n Parkscheinautomat und starrst meine Karten an. Entweder du spielst mit, oder du holst Bier und guckst woanders."
"Beim Skatabend sitzt der Opa nur dabei und kiebitzt, kommentiert jeden Stich, ohne selbst zu spielen."
"Hör auf zu kiebitzen und misch entweder mit oder hol uns was zu trinken."
"Stell dich nicht schon wieder hinter mich und kiebitz hier rein, sonst können wir die Karten auch direkt offen auf den Tisch legen."
"Er spielt gar nicht mit, aber kiebitzt seit zwanzig Minuten rum und tut so, als wär er der geheime Bundestrainer vom Schachbrett."
Tonfall
Frech Ironisch Witzig

Woher es kommt

Das Wort hängt tatsächlich mit dem Kiebitz zusammen, also dem Vogel, der neugierig übers Feld trippelt und alles im Blick hat. Über Rotwelsch und die Kartenspielsprache wurde daraus der Zuschauer am Tisch, der nicht mitspielt, aber trotzdem guckt, raunt und gern mal ungefragt seinen Senf dazwischenkippt.

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