Was es bedeutet
Bazi ist der Typ, der immer a Gaudi im Schilde führt: frecher Lausbub, Schlawiner, manchmal a bissl Ganove. Je nach Ton kann’s liebevoll klingen oder als leichter Tadel, aber selten als harte Beleidigung. Passt auf Kinder wie auf erwachsene Hallodris, die mit Schmarrn-Ideen um die Ecke kommen und dabei noch charmant grinsen. Im Wirtshaus sagt man’s oft, wenn einer wieder mogelt oder flunkert.
Verwendungsbeispiele
"Da Bazi hat beim Bäcker scho wieder zwoa Brezn eingsteckt und grinst wia a Honigkuchenpferd. Opa sagt bloß: Ja mei, des is a rechter Bazi."
"So ein Bazi, hat sich heimlich das größte Stück Kuchen genommen und tut jetzt ganz unschuldig."
"Der kleine Bazi hat die Lehrerin überredet, die Hausaufgaben auf nächste Woche zu verschieben."
"Du bist mir vielleicht ein Bazi, erst den ganzen Rahm vom Kaiserschmarrn naschen und dann so tun, als wär's der Wind gewesen."
"Der Seppl is a rechter Bazi, redet sich aus jedem Schmarrn raus und hat dabei no immer des freche Funkeln in de Augn."
Woher es kommt
Bazi kommt aus dem Bairischen und hängt mit älteren Formen wie Batzi zusammen. Gemeint war ursprünglich eher ein Schlingel oder kleiner Gauner, oft mit halb tadelndem, halb liebevollem Unterton. Das Wort sitzt tief im süddeutschen Sprachraum und lebt bis heute genau von diesem frechen Grinsefaktor.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.