Was es bedeutet
Heißt: extrem gemütlich. Nicht nur nett-bequem, sondern so wohlig, warm und heimelig, dass du innerlich direkt auf Stand-by gehst und alles außerhalb der Decke plötzlich komplett unwichtig wirkt. Sagt man vor allem in Bayern und Österreich, wenn ein Ort oder Moment echtes Bleib-doch-einfach-da-Gefühl auslöst.
Verwendungsbeispiele
"Oida, bei dir ist’s urgemütlich: Kachelofen, Decke, a Bier in der Hand, und i überleg ernsthaft, ob i heut überhaupt no hamgeh."
"In der kleinen Hütte mit dem Kachelofen war es urgemütlich, draußen Schneesturm und drinnen Glühwein."
"Macht es euch urgemütlich, Decken sind im Schrank und der Tee steht schon auf dem Tisch."
"Boah, das Wirtshaus da hinten ist ja urgemütlich, da hockst di eine halbe Stunde rein und auf einmal ist Mitternacht."
"Mit den Lichterln, der alten Holzbank und dem Regen draußen ist's heut schon brutal urgemütlich."
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Woher es kommt
"ur-" ist im Deutschen ein altes Verstärkungselement und gerade im Bairischen und in Österreich bis heute richtig lebendig. Es schiebt ein Wort einfach auf die nächste Wohlfühlstufe. "Urgemütlich" heißt deshalb nicht bloß gemütlich, sondern so rundum behaglich, warm und einladend, dass man innerlich schon halb im Sofamodus versackt.
Andere Arten, es zu sagen
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