Was es bedeutet
Hackeln heißt arbeiten, und zwar richtig, mit Schwitzen und Krampf. Kommt vom Substantiv Hackn, was in Wien schlicht Job oder Arbeit heißt, und wird für alles benutzt, was nach Schicht, Baustelle oder anständigem Ranklotzen riecht. Am Freitagabend ist leiwand, am Montag bist wieder am Hackeln. Wer hackelt, jammert zwar gern, tut aber was, und genau das macht das Wort sympathisch und ehrlich zugleich.
Verwendungsbeispiele
"Mei, i hackel grad wie a Bleda, drei Schichten diese Woch, i hab scho vergessn, wia mei eigenes Wohnzimmer von innen ausschaut."
"Mei Brüder hackelt seit Wochen am Dachstuhl vom Häusl im niederösterreichischen Weinviertel, jeden Samstag rein, jeden Sonntag raus, und der Heurige im Dorf sieht ihn nur mehr in den Pausen mit dem Spritzer am Gartenzaun."
"Heute hab i hackelt bis acht am Abend im Spital von Hietzing, drei Patienten dazugekriegt nach Dienstschluss und kein einziger Kaffee zwischen elf und sechs, da bin ich am Sonntag nur am Polster vom Wohnzimmer."
"I war das ganze Wochenende am Übersiedeln und heut ab acht schon wieder hackeln, mein Kreuz spielt schon Revolutionsmusik."
"Der hackelt im Sommer auf da Baustelln, im Winter im Lager und sagt trotzdem noch, passt scho, geht eh irgendwie."
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Woher es kommt
Hackeln ist urösterreichisch und hängt an Hackn, also Arbeit oder Job. Das Wort geht wohl auf Hacke zurück, das Werkzeug für grobe, harte Handarbeit. Erst war der Klang mehr nach Schuften und Anreißen, später wurde daraus ganz normal arbeiten, nur eben mit diesem ehrlichen Schmäh von Lohn, Mühe und Alltag.
Andere Arten, es zu sagen
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