Was es bedeutet

Maloche heißt schlicht Arbeit, aber mit Schweiß dran: Schicht, Baustelle, Werkstatt, Zeche. Wer malocht, klotzt und jammert nicht groß. Nicht zu verwechseln mit Büro-Geklicke: hier geht’s ums Ranklotzen und Anpacken. Das Wort kommt aus dem Jiddischen melokhe für Arbeit und ist über Rotwelsch in den Alltag gerutscht. Im Ruhrpott sagt man’s oft liebevoll-resigniert, wenn die Stechuhr ruft.

Verwendungsbeispiele

"— Ey Kumpel, kommste mit auffe Zeche-Kneipe? — Geht nich, ich hab noch Maloche, Frühschicht, Überstunden, und danach fall ich nur noch ins Bett."
"Den ganzen Samstag Maloche auf dem Bau, abends war ich so platt, dass ich vorm Teller eingeschlafen bin."
"Acht Stunden Maloche in der Werkstatt und dann ruft der Chef noch wegen ner Sonderschicht an, ich konnte nicht mehr."
"Heute erst Maloche, dann Kiosk und Feierabendbier, anders überlebt der Mensch den Montag doch gar nicht."
"Boah, seit sechs auf den Beinen und nur Maloche, meine Knochen machen schon Betriebsversammlung."

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Tonfall
Witzig Übertrieben

Woher es kommt

Maloche kommt tatsächlich aus dem Jiddischen. Dahinter steckt melokhe, also Arbeit oder Werk. Über Rotwelsch ist das Wort ins Deutsche gewandert und hat sich vor allem in Arbeitergegenden festgebissen. Im Ruhrgebiet klebt bis heute dieser Ton dran von harter Schufterei, Schicht, Dreck an den Händen und Augen auf Halbmast.

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