Was es bedeutet
Granteln heißt: mies gelaunt vor sich hin meckern, nörgeln und alles erstmal blöd finden, gern mit trockenem Kommentar. Das kann Wetter, Politik, Preise oder einfach „die Leut“ treffen. Oft ist’s weniger echte Bosheit als bayerische Kommunikationsform, so ein bisschen Raunzen als Smalltalk. Und ja, viele Grantler wirken hart, aber wenn’s drauf ankommt, sind’s meistens doch herzlich.
Verwendungsbeispiele
"Beim Bäcker: — Zwoa Semmeln so teuer, des is a Frechheit. — Jaja, i weiß. Er nimmt trotzdem vier, schüttelt den Kopf und grinst."
"Opa sitzt am Fenster und grantelt über die Radfahrer, das Wetter und die Nachbarn, aber zum Kaffee hat er für jeden ein Stück Kuchen."
"Montagmorgen granteln alle in der Schlange beim Bäcker, und trotzdem wünscht jeder dem anderen noch einen schönen Tag."
"Im Wirtshaus grantelt er erst zehn Minuten übers Bier, die Regierung und die Parkplatzsuche, und dann zahlt er der ganzen Runde noch a Schnapserl."
"Im Büro hat er erst mal fünf Minuten über den kaputten Kaffeeautomaten gegrantelt, dann allen trotzdem einen mitgebracht."
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Woher es kommt
Granteln hängt an Grant, einem festen bairisch-österreichischen Wort für schlechte Laune, Verdruss und mürrisches Gemotze. Das Verb ist im süddeutschen und österreichischen Raum seit langem daheim und meint genau dieses brummige Nörgeln, das oft halb Ernst und halb sozialer Alltagssound ist.
Andere Arten, es zu sagen
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