Was es bedeutet
Wenn dich die Bude plötzlich anödet und es dir in den Beinen juckt, hast du Wanderlust. Das ist dieser Drang, rauszugehen, loszustapfen, Zug zu nehmen oder einfach irgendwohin zu verschwinden, wo Kopf und Lunge mal durchlüften können. Nicht sportlich auf Leistung, eher Seele auf Sendung Richtung Wald, Berge, See und Weite.
Verwendungsbeispiele
"Kollege will nur Serien glotzen, ich: Heute nicht, ich hab Wanderlust. Zwanzig Minuten später stehen wir am See, nass bis auf die Knochen."
"Sobald die ersten warmen Tage kommen, packt mich die Wanderlust und ich will nur noch raus in die Berge, egal wie das Wetter wird."
"Er sitzt im Büro, starrt aus dem Fenster und seufzt: reine Wanderlust, sagt er, und am Wochenende ist er schon wieder unterwegs."
"Seit zwei Tagen hock ich nur rum, ich krieg schon richtig Wanderlust. Lass einfach Bahn schnappen und irgendwo aussteigen, wo Kühe mehr Ansagen machen als Menschen."
"Bei dem Wetter kickt meine Wanderlust komplett rein. Wohnung ist nett, aber der Wald ruft lauter."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Wanderlust ist ein altes deutsches Wort aus wandern und Lust. Belegt ist es schon im 19. Jahrhundert, besonders im Umfeld von Romantik, Naturbegeisterung und dem Drang, raus in die Welt zu ziehen. Später wurde es als Lehnwort in andere Sprachen übernommen, vor allem ins Englische, und dort ganz selbstverständlich weiterbenutzt.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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