Was es bedeutet

Das fiese Gegenstück zu Heimweh: Du sitzt gemütlich da, alles läuft, und trotzdem kribbelt’s im Bauch wie Mückenlicht am Bahnhof. Du willst weg, raus aus dem Alltag, irgendwohin mit neuer Luft, fremden Straßen und ein bisschen Abenteuer. Bedeutet Sehnsucht nach der Ferne, nach Reisen und Tapetenwechsel. Ein herrlich deutsches Wort, schwer in einem einzigen Treffer zu übersetzen.

Verwendungsbeispiele

"Was ist mit dir los? Fernweh, Bruder: Ich muss raus, irgendwas mit Zug und Meer. Du warst doch grad auf Mallorca. Ja, Sonnenbrand zählt nicht."
"Jedes Mal wenn ein Flugzeug über das Haus fliegt, packt mich das Fernweh und ich will sofort weg."
"Im grauen November kriege ich so ein Fernweh, dass ich stundenlang nur Bilder von warmen Inseln anschaue."
"Kaum wird's draußen wieder grau, krieg ich Fernweh und such nachts völlig unnötig Flüge nach Lissabon."
"Die anderen planen den Sommer im Schrebergarten, ich hab schon wieder Fernweh und will einfach irgendwo hin, wo die Straßenschilder anders aussehen."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Übertrieben Zärtlich Jugendlich

Woher es kommt

Fernweh ist ein echtes deutsches Gegenwort zu Heimweh. Belegt ist es seit dem 19. Jahrhundert und es baut sauber auf fern plus Weh auf, also dem schmerzigen Ziehen nach etwas. Gemeint ist nicht bloß Urlaubslust, sondern dieses innere Zerren Richtung Ferne, obwohl du gerade noch am Küchentisch hockst.

Andere Arten, es zu sagen

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