Was es bedeutet
Ein Schussel ist ein liebenswerter Tollpatsch, der ständig etwas vergisst, verlegt oder umstößt, weil der Kopf schon drei Schritte weiter ist. Kein böser Wille, nur pure Zerstreutheit: Schlüssel weg, Termin verpennt, Kaffee umgekippt. Man sagt es selten gehässig, eher kopfschüttelnd und mit einem Lächeln.
Verwendungsbeispiele
"Unser Praktikant ist ein netter Schussel, vergisst die Hälfte, lacht darüber und macht es dann doch irgendwie wieder gut."
"Als Schussel vom Dienst hab ich das Geburtstagsgeschenk zu Hause vergessen und musste die Karte zweimal neu schreiben."
"Ich Schussel hab schon wieder den Regenschirm in der Bahn liegen lassen, den dritten in diesem Monat."
"Typischer Schussel-Move von mir: Ich such zehn Minuten mein Handy und halt's die ganze Zeit in der Hand."
"Sei nicht so ein Schussel, der Zettel lag die ganze Zeit direkt vor deiner Nase."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Schussel ist im Deutschen schon länger belegt und hängt mit älteren Formen wie schusseln zusammen. Dahinter steckt die Idee von fahrigem, unordentlichem Herumtun. Gemeint ist also keiner mit böser Absicht, sondern eher jemand, der hektisch durchs Leben wuselt und dabei dauernd was verlegt, vergisst oder umhaut.
Andere Arten, es zu sagen
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